Lieferengpässe bei Medikamenten: Was du als Kund*in wissen solltest

Wer in den vergangenen Jahren ein bestimmtes Medikament in der Apotheke bestellen wollte, hat es vermutlich schon erlebt: Das Präparat ist gerade nicht lieferbar. Lieferengpässe sind längst kein Randproblem mehr, sondern gehören für viele Apothekenteams und Patient*innen zum Alltag.

Wie stark Lieferengpässe den Apothekenalltag prägen

Wie Apotheke Adhoc berichtet, gab es Ende 2025 laut BfArM rund 460 bis knapp 560 offene Lieferengpassmeldungen für Medikamente in Deutschland – von Antibiotika über Blutdruckmittel bis zu Schmerzmitteln und ADHS-Präparaten. Für 82,8 Prozent der Apothekenteams gehören Lieferengpässe zu den größten Ärgernissen im Berufsalltag, mit durchschnittlich 23,7 Stunden Mehraufwand pro Woche – deutlich mehr als der europäische Durchschnitt von 10,6 Stunden. Am stärksten betroffen waren Psychopharmaka und Antidepressiva mit 90 Prozent der Befragten sowie Antibiotika und Diabetesmedikamente mit je 89 Prozent.

Für dich als Kund*in heißt das konkret: Es kann vorkommen, dass ein verordnetes Medikament kurzfristig nicht vorrätig ist und die Apotheke auf ein wirkstoffgleiches Präparat oder eine andere Packungsgröße ausweichen muss. Das ist rechtlich möglich, kostet das Apothekenteam aber zusätzliche Zeit für Rücksprachen mit Arztpraxen und Kassen. Gerade bei Antibiotika oder Dauermedikation gegen Bluthochdruck lohnt es sich, Rezepte nicht erst auf den letzten Drücker einzulösen.

Auch für Apotheken in Bremen gehören Lieferengpässe mittlerweile zum Tagesgeschäft. Wenn ein Medikament kurzfristig nirgends verfügbar ist, kann es helfen, gezielt in einer weiteren Apotheke nachzufragen – etwa über unseren Beitrag wie du eine Notdienst-Apotheke in Bremen findest, falls die Suche außerhalb der regulären Öffnungszeiten nötig wird.

Einen Überblick über alle Apotheken findest du auf der Seite Apotheken in Bremen.

Zusammenfassung

Lieferengpässe betreffen inzwischen fast jede Medikamentengruppe und sorgen für spürbaren Mehraufwand in Apotheken. Wer frühzeitig plant und bei Bedarf mehrere Apotheken kontaktiert, kommt in der Regel dennoch an sein Medikament – Unterstützung bei der Suche bietet auch ApoGuru.

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